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Sommerfest des Modell-Projektes „Mehr wert sein – Mehrwert schaffen“

Vor eineinhalb Jahren begann im Altenburger Land das Thüringer Modell-Projekt Mehr wert sein Mehrwert schaffen“ - ein Thüringer Arbeitsmarktprogramm für 20 Langzeitarbeitslose, welche über drei Jahre versicherungspflichtig beschäftigt sind. Es wird thüringenweit nur im Ilmkreis und im Altenburger Land umgesetzt.

Ziel dieses wissenschaftlich begleiteten Thüringer Modellprojektes ist es, zu zeigen, dass es sich auf lange Sicht gesellschaftlich und volkswirtschaftlich bezahlt macht, eine Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen zu finanzieren, statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Die Einsatzstellen der Beschäftigten sind gemeinnützig - beispielsweise der Botanische Garten in Altenburg oder verschiedene Begegnungsstätten in einigen Gemeinden im Landkreis.

Halbjährlich trafen sich bisher alle Teilnehmer mit dem Träger „Naterger e.V.“ aus Schmölln, der Landrätin Michaele Sojka, Ute Lukasch (MdL) und den Verbänden und Vereinen, bei welchen sich die Einsatzstellen befinden, um Bilanz zu ziehen, sich auszutauschen und Anregungen und Kritiken loszuwerden. Ein wichtiger Punkt ist die soziale Teilhabe, so wurde nach 6 Monaten – im Juni 2017 ein Grillfest im Botanischen Garten organisiert. Nach 12 Monaten – also im Januar 2018 lud die Landrätin ins Landratsamt ein.

Am 19. Juni 2018, also nach 18 Monaten des Projektes, wurde zu einem Sommerfest im Flugplatzmuseum „Flugwelt Nobitz“ durch Naterger e.V. und Ute Lukasch eingeladen. Die Teilnehmer, die noch amtierende Landrätin Michaele Sojka, Frau Prätz vom Jobcenter, Herr Dorsch von der Innova Altenburg, der Bürgermeister von Nobitz, Hendrick Läbe sowie die Arbeitsmarktpolitische Sprecherin Ina Leukefeld (MdL) waren der Einladung gefolgt und diesmal stand der Museumsbesuch in der Nobitzer Flugwelt im Mittelpunkt.  Bei herrlichem Wetter konnten die Flugzeuge besichtigt werden. Bei anschließendem Kaffee, Thür. Rostern und Steaks in dem außergewöhnlichen Ambiente wurden Erfahrungen ausgetauscht. Bildung und Teilhabe mal anders, eben Mehr wert sein und Mehrwert schaffen.

Ina Leukefeld, welche dieses Modellprojekt wesentlich mit erarbeitet hat, unterhielt sich ausgiebig mit den Projektteilnehmern, um von deren Berichten Informationen und Anregungen für Ihre parlamentarische Arbeit zu erhalten.

Ina Leukefeld: „Die Frauen und Männer, mit denen ich mich lange unterhalten habe, sind um die 50 Jahre alt und waren seit vielen Jahren erwerbslos, aber nicht ohne Arbeit. Im Ehrenamt hatten sie schon  an vielen Stellen mitgeholfen. Jetzt haben sie einen ordentlichen Arbeitsvertrag über 30 Wochenstunden, sozialversicherungspflichtig und existenzsichernd bezahlt, so im Tierheim, in Seniorenbegegnungsstätten oder in kulturellen Projekten wie der „Flugwelt Nobitz“ oder dem touristischen Highlight „Kohlebahn“ in Meuselwitz. Die Arbeit macht Spaß. Ihre Bitte: Sorgt dafür, dass es nach drei Jahren nicht vorbei ist und noch mehr Menschen die Chance bekommen, einer sinnvollen Arbeit nachzugehen.“

Fazit der Veranstaltung: Arbeit zu finanzieren ist in jeder Hinsicht besser und lohnenswerter für die Menschen und den Landkreis!


Ute Lukasch (MdL)
Wohnungspolitische Sprecherin im Thüringer Landtag

Mitglied im Ausschuss Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten

Mitglied im Petitionsausschuss