Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Torsten Wolf

Lehrerverband nicht auf der Höhe beschlossener Gesetze?

Mit Verwunderung hat der Bildungspolitiker der Fraktion DIE LINKE, Torsten Wolf, auf die Ergebnisse und Aussagen im Rahmen der heutigen Pressekonferenz des Thüringer Lehrerverbandes (TLV) zum Beginn des Schuljahres 2019/20 reagiert. „Von einem Verband, welcher Mitgliederinteressen vertritt, wäre eigentlich zu erwarten, dass er konstruktiv mit Fragen der Bildungs- und Haushaltspolitik umgeht. Leider hat sich der Lehrerverband wider Erwarten nicht an den mündlichen Anhörungen zum Schulgesetz eingebracht. Der Verband moniert jetzt unzutreffender Weise, dass angeblich wesentliche Regelungsbereiche nicht im Gesetz stehen würden und blendet darüber hinaus auch alle Haushaltsmaßnahmen für den Bildungsbereich komplett aus. Die rot-rot-grün Regierungsfraktionen haben für eine Verdoppelung der Schulsozialarbeit und 300 zusätzliche Referendare im Vorbereitungsdienst gesorgt.“

Der Lehrerverband sollte die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass Rot-Rot-Grün den von der CDU für die Jahre 2018 bis 2020 geplanten Lehrer-Personalabbau von 1.734 Vollzeitstellen beendet hat und jede frei werdende Lehrerstelle eins zu eins neu besetzt. Das sind wichtige Schritte gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfall. „Wir gehen von mindestens 1.200 neuen Stellen für 2019 aus. Zusätzlich gibt es eine Verdoppelung der Vertretungsreserve und 300 befristete Stellen, um kurzfristig auf Personalbedarf durch Krankheit und Schwangerschaft reagieren zu können. Das sind weitere 500 zusätzliche Stellen zu den regulären 1.200. Es ist schade, dass der TLV diese Tatsachen vollständig ignoriert. Auch gibt es deutlich mehr Stellen an den Horten. Auch hier hatte die CDU den Betroffenen und damit r2g in Regierungsverantwortung eine erhebliche Problembaustelle hinterlassen“, unterstreicht Wolf. Mit Beschluss des Landeshaushaltes werden nicht nur die Einstellungen in den Vorbereitungsdienst von 600 auf 900 erhöht, sondern es gibt auch 180 zusätzliche Schulsozialarbeiter, nahezu eine Verdoppelung. Außerdem wurde die Bezahlung von allen Regelschullehrern deutlich verbessert, von der A12 auf die A13. Damit erhalten mehr als 3000 Lehrer deutlich mehr Gehalt und Anerkennung. Auch wurden die Mittel für den Schulneubau und –sanierung im Vergleich zur vorherigen Legislatur versiebenfacht und verstetigt.

„Zu all dem, was wir als Fraktionen DIE LINKE, SPD und Grüne und die Landesregierung im Rahmen der ‚Priorität für Bildung‘ getan haben, war bzw. ist vom TLV nichts zu hören außer larmoyanten Forderungen, die schon längst Gesetzeskraft haben. Weniger Wahlkampf und dafür mehr realitätsorientierte Verbandspolitik wäre wünschenswert“, so Wolf resümierend.


Ute Lukasch (MdL)
Wohnungspolitische Sprecherin im Thüringer Landtag

Mitglied im Ausschuss Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten

Mitglied im Petitionsausschuss