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Innovation in alten Gebäuden – Ein Einblick in die Fachhochschule Erfurt

Am 15. Oktober 2021 konnten Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaft und Wissenschaft vertreten durch Andreas Schubert und Christian Schaft und des Arbeitskreises Infrastruktur mit Marit Wagler und Ute Lukasch, der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag sich ein umfassendes Bild der Umstände an der Fachhochschule Erfurt und Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen machen. Dabei war das Augenmerk vor allem auf dem Gebäudebestand der ausgewählten Standorte.

Am Standort Leipziger Straße, wo vor Allem der die Landschaftsarchitektur, der Gartenbau und die Forstwissenschaften ihren Platz haben, gab es faszinierende Exponate aus der Lehrsammlung. Aber es fehlt an Räumen die den Ansprüchen an eine moderne Lehre und Forschung gerecht werden ebenso wie frei zugängliche Arbeitsplätze für z für die Studierenden, die diesen sehr nachgefragten Studiengang in Erfurt studieren wollen. Hier wird dringend ein Neubau mit Hörsaal und Seminarräumen benötigt. Dennoch ist der mobile Hörsaal in Holzbauweise sehr beeindruckend und auch die Innovationskraft der Hochschule, die durch Fördermittel beispielsweise ein neues bodenkundliches Labor ausstatten könnten, hätte es denn genügend Raum, die Geräte und auch das Knowhow sind bereits vorhanden.

Die nächste Station, das imposante Seminarraum- und Arbeitsgebäude in der Schlüterstraße ist von außen voll renoviert. Die Studierenden der Architektur und Stadt- und Raumplanung haben hier auf allen Etagen Raum zum Lernen, Arbeiten in der Werkstatt oder einem Kaffee in der kleinen Mensa. Aber auch hier sind es viele, die die Studiengänge besuchen, nicht zuletzt, weil das Hochschulranking die FH Erfurt als einen herausragenden Studienort ausweist. Doch auch hier enge Räume, Büros unter dem Dach, die räumlich und auch bezüglich der Temperatur den Lehrenden nicht die besten Bedingungen bieten. Die Werkstatt im Keller nutzt jeden Quadratzentimeter und auch der Werkstattleiter unterstreicht die mangelnden Kapazitäten. Ein klassisches Fotolabor im Keller ist vielgefragt aber auch hier angegriffene Bausubstanz und wenig Raum.

Auch am dritten Standort dem der Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen mit angeschlossenen Laboren und Gewächshauskomplex nagt der Zahn der Zeit. Am Standort Kühnhausen wird den Gartenbaustudierenden Laborarbeit und hervorragende Züchtungsforschung ermöglicht. Hier steht eine besonders wertvolle Hortensienkultur für die Untersuchung auf genetischer Ebene, um molekular zu unterstützen für schnellere und bessere Ergebnisse in der Züchtung von Kulturpflanzen. Doch sollte es extrem kalt werden, könnten die Pflanzen gefährdet sein, da die Heizung aus den 90ern einen andauernden Frost nicht verhindern könnte. Auch die Labore und Phytokammern sind gut ausgestattet, stehen aber in maroden Gebäuden, die so nur noch kurzfristig genutzt werden können. Dadurch erweist sich die Beantragung längerfristiger Forschungsförderung als schwierig, auch hier: der Wille und das Wissen sind da.

Alles in allem ein interessanter und aufschlussreicher Besuch, der die hohe Qualität der Lehre und Forschung an der Fachhochschule Erfurt gezeigt hat. Aber auch der Investitionsbedarf ist deutlich geworden. Stellvertretend für die Fraktion erläutert Christian Schaft, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion nun den nächsten Schritt: „Unsere Idee ist ein Masterplan Hochschulbau. Mit dem wollen wir die verschiedenen notwendigen Maßnahmen langfristig planen. Mit einer solchen Perspektive wissen die Hochschulen wann und wie sie ihre Projekte planen können. In einem solchen Masterplan werden wir dann auch die Fachhochschule Erfurt berücksichtigen.“.  


Ute Lukasch (MdL)
Wohnungspolitische Sprecherin im Thüringer Landtag

Mitglied im Ausschuss Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten;

Mitglied im Verfassungsausschuss

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Broschüre zum Blättern in meinem Büro erhältlich.

Ich bin Lesepatin

für die Grundschule und die Regelschule Gößnitz

Mehr Informationen: https://www.thueringer-allgemeine.de/aktion-lesepaten-id226201531.html