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20. November 2017

Härtefallfonds des Thüringer Landtages - Eine kleine Erfolgsgeschichte

Verschuldet ohne Schuld? Gibt’s nicht, sagen die meisten mir.

Meine Erfahrung sagt mit etwas anderes.

Vor mir steht ein junger Mann, 25 Jahre, mit hochgezogenen Schultern und bedankt sich herzlich für meine Hilfe. Er erzählt mir, wie es zu den Schulden gekommen ist.

Herr W. hat Straßenbauer gelernt und hat gutes Lehrlingsgeld gehabt, dann auch gut verdient.

„Ich war jung und verliebt, auch ein bisschen naiv, aus heutiger Sicht.“ Weiter berichtetet er mir:  „Was soll ich sagen, meine Freundin war schwanger. Sie musste ihre Lehre abbrechen.“

W. wechselte die Firma um noch mehr zu verdienen, 3 Schichten, rollende Woche. Dann kamen die ersten Streits, so im Alltag eben und sie trennten sich. „Mein Sohn ist mein ganzer Stolz, und ich sorgte für ihn so gut ich konnte.“ Erzählte er weiter.

Er merkte nicht, dass seine ehemalige Freundin abglitt ins Dogenmilieu. Irgendwie schaffte sie es immer ihn zu täuschen. Dann standen eines Tages das Jugendamt und die Polizei vor der Tür, den kleinen Sohn auf dem Arm. „Entweder Sie nehmen den Jungen oder er muss ins Heim.“ So die ernüchternde Antwort der Mitarbeiterin des Jugendamtes. „Die Mutter ist nicht in der Lage sich um Ihren Sohn zu kümmern.“

Herr M. erzählte mir.

„Ich entschied mich für meinen Jungen, damals 3 Jahre alt. Ich brauchte schnell eine größere Wohnung, ich verlor meine Arbeit. Drei Schichten rollende Woche geht nicht mit Kind. Ich hatte Versicherungen, ein Auto, natürlich auch ein Handy alles mit Kreditverträgen, die ich bis dahin bedienen konnte. Der Monat war immer zu kurz. Alles wurde abgebucht, wer eben schneller war hatte als erstes das Geld. Miete und Strom müssen ebenfalls bezahlt werden.

Nach dem Arbeitslosengeld I kam HARTZ IV, noch weniger Geld, das Kindergeld und der Unterhaltsvorschuss werden angerechnet. Ich hatte angefangen Verträge zu kündigen, aber so schnell kommt man da nicht raus. Und ehrlich wer gibt schon zu, dass er nicht zurechtkommt. Ich hatte Angst, es waren alles für mich neue Aufgaben, ein neustrukturierter Tag – damit hatte ich keine Probleme, mein Sohn war mir wichtig, nur eben das Geld reicht nicht vorn noch hinten. Die Stromabschaltung drohte, da habe ich habe Hilfe gesucht. Ich ging zur Schuldnerberatung, dort gab man mir Unterstützung und auch Ihren Namen. So habe ich vom dem Härtefallfonds erfahren.“

Der Petitionsausschuss des Thüringer Landtages verfügt über 20.000,00 € im Jahr um schnell und unkompliziert Menschen zu helfen. Manchmal muss die Hilfe schnell erfolgen, wie bei Herrn W, damit z.B. keine Stromabschaltung erfolgt.  Der Petitionsausschuss entscheidet je nach Antragslage, wie einzelnen Menschen geholfen werden kann.

Als Mitglied im Petitionsausschuss konnte ich auch im Altenburger Land schon einigen Menschen helfen und Geschichten wie diese zeigen mir, dass es sich lohnt genauer hinzuschauen, wie es zu den Schulden gekommen ist

Nach einigen Rücksprachen und meinem Vortrag im Petitionsausschuss des Thüringer Landtages ist es nun gelungen Herrn W. Eine Unterstützung aus dem genannten Härtefallfonds zu bewilligen.

Es freut mich sehr, dass Herr W. nun wenigstens das Grundmaß an lebensnotwendigen Dingen, wie Strom gesichert werden konnte.

Nicht nur, aber gerade wenn Kinder betroffen sind, werde ich mich immer wieder für betroffene Menschen einsetzen.

Ute Lukasch