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Oleg Shevchenko

10h Oleg Shevchenko
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Kati Engel

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14. März 2018

Equal Pay Day: Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei 21 Prozent

Der Equal Pay Day fällt in diesem Jahr auf den 18. März. Bis dahin arbeiten Frauen umsonst, bis sie den Lohnunterschied von 21 Prozent gegenüber den Männern aus dem Vorjahr aufgeholt haben.

Auch in diesem Jahr zeigt der Equal Pay Day deutlich, dass der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern ein bedeutendes gesellschaftliches Problem ist.

„Die Lücke von 21 Prozent zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenlöhnen von Männern und Frauen hat mehrere Ursachen. Die Auswirkung aber bleibt immer gleich: Frauen bekommen für ihre Erwerbsarbeit weniger Lohn. Dies hat Auswirkungen auf die Höhe der Einkommen für Frauen aber auch deutlich auf deren Altersarmut.“, beschreibt Ute Lukasch (MdL) die Relevanz des Equal Pay Day und führt weiter aus: „Der prozentuale Lohnunterschied, der auch als Gender Pay Gap bezeichnet wird, wird durch verschiedene Faktoren bestärkt. Zum einen durch familiäre Verpflichtungen wie Kinder oder zu pflegende Angehörige und zum anderen durch damit verbundene Erwerbsarbeitsunterbrechungen oder Teilzeitarbeit.“

„Die Kritik an der Lohnlücke muss diese strukturellen Ungleichheiten in Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt einschließen und fragen, warum diese bestehen. Frauen üben neben der Erwerbsarbeit immer noch die Hauptlast der unbezahlten Arbeit in der Familie und im Haushalt aus. Die geschlechterspezifische Verteilung solcher Arbeit wirkt sich nicht nur darauf aus wie viele Kapazitäten eine Frau in die Erwerbsarbeit einbringen kann, sondern auch darauf welcher Erwerbsarbeit welcher Wert zugewiesen wird. Da die Arbeitsanforderungen von Sorge, Erziehung und Pflege als gering eingestuft werden – denn Frauen wird die Ausübung dieser Tätigkeiten rollenspezifisch und „natürlich“ zugeschrieben -  hinkt die monetäre und gesellschaftliche Anerkennung hier hinter anderen Berufsfeldern hinterher.“, erklärt Lukasch die strukturellen Ungleichheiten.

„Um zu einer Schließung der Lohnlücke zu kommen, muss auch ein Umdenken bei der geschlechterspezifischen Verteilung von privater Sorge, Pflege und Erziehung erfolgen. Damit es nicht immer die Frauen sind, die deswegen beruflich zurück stecken müssen. Außerdem müssen diese Berufsfelder eine Aufwertung erfahren. Für die Umsetzung von Lohngerechtigkeit fordern wir ein Verbandsklagerecht.“, benennt Ute Lukasch die politischen Forderungen.